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Lehre Institut für Gebäude und Energie    

 


 
 
 
 
   
 
 
   
 

Lehrziele

Projektarbeit und das Lernen am Entwurf ist ein wesentlicher Bestandteil der Lehre. Der Schwerpunkt des Fachgebiets liegt nicht in der Gebäudetechnik sondern im Entwurf von inhärent energieeffizienten Gebäuden einschließlich der Integration der notwendigen Gebäudetechnik. Die Zielsetzung ist somit primär architektonisch.

Der Kern des Fachgebiets besteht in der Interaktion zwischen Mensch und Gebäude, und zwischen Gebäude und Umwelt. Das Gebäude fungiert somit als Filter zwischen Mensch und Umwelt. Ein wesentliches Ergebnis der Gebäudeplanung liegt in dem im Gebäude geschaffenen Raumklima. Dieses wird im besten Falle vorwiegend durch eine Optimierung der Gebäudehülle und -konstruktion herbeigeführt. Die Herausforderung besteht immer darin, den Energieverbrauch des Gebäudes mit der Behaglichkeit seiner Nutzer in Einklang zu bringen.

Ein Grundwissen in den Gesetzen der Physik wird anhand realer Situationen, so wie sie in der Interaktion zwischen Umwelt, Mensch, Gebäude und Gebäudesystemen vorkommen, erlernt. Der Studierende erlernt diese Interaktion zu verstehen, ohne dass er dabei die komplizierten mathematischen Hintergründe verstehen muss. Vielmehr wird ein „Gefühl“ entwickelt, das es dem Studierenden ermöglicht, die Interaktion und Zusammenhänge zu verstehen und zu bewerten. Anhand von Beispielen und einfachen Analysen wird Erfahrung und dadurch Intuition angeeignet. Später werden „Case Studies“ (Fallstudien) und Analysen von zeitgenössischen Projektbeispielen und Architekturstilrichtungen herangezogen, um das Erlernte auszuweiten und zu vertiefen.

Ziel ist es, nicht bloßes Wissen zu übermitteln, sondern vielmehr Ansätze, die es dem Studierenden ermöglichen, reale Situationen und Probleme in der Praxis zu bewältigen.

Computersimulation wird als Lehrmittel verwendet, um die physikalischen Prozesse im Gebäude zu verdeutlichen. Der Sinn liegt nicht darin, dass der Studierende in der Durchführung von Simulationen versiert wird, sondern vielmehr, dass die Intuition und das Gefühl für die Zusammenhänge entwickeln werden.

Es wird eine Neugier für die Dynamik der raumklimatischen Prozesse in Gebäuden erweckt. Die Antworten werden durch die Entwicklung der Intuition und das Gefühl für diese Prozesse ermöglicht. Dieser soll keinen in sich abgeschlossenen Prozess darstellen, sondern der Anfang einer andauernden Denkweise ins Leben rufen, die den Architekten durch das ganze Berufsleben begleiten soll.